Unser ganzes
Leben gründet in Beziehungen und ist von
Beziehungen abhängig. Ohne Beziehungen würde es uns
nicht geben, denn nur zwei Menschen können einen
Menschen zeugen. Ein Kind wird in eine Familie
geboren. Das Erste, was es erfährt, ist die
Zuwendung und Liebe der Eltern, insbesondere der
Mutter. Es hat einen Vater und eine Mutter, Brüder
und Schwestern. und ist von Beziehungen abhängig.
Später kommen
Freunde, Lehrer, Arbeitskollegen, Nachbarn und alle,
mit denen wir zu tun haben, hinzu. Schließlich
findet sich ein Partner und eine Liebesbeziehung
entwickelt sich. Die beiden gehen eine neue
Verbindung ein, zeugen ein Kind und gründen
ihrerseits wiederum eine Familie.
Wir alle sehnen uns nach Beziehung,
nach Intimität, Gemeinschaft und Freundschaft. Um
glücklich zu sein, brauchen wir intakte und gesunde
Beziehungen.
So werden z.B. unsere
größten Wünsche erst durch die Beziehung zu anderen
Menschen erfüllt. Wohlstand und materieller Reichtum
dienen dazu, sich manches leisten zu können, doch
Geld allein macht noch lange nicht glücklich. Du
brauchst jemand, mit dem du es ausgeben kannst.
Wir können alles
haben, doch wenn die Beziehungen gestört sind (und
bleiben), werden wir unglücklich. Unser Glück hängt
also maßgeblich auch von intakten und erfüllten
Beziehungen ab.
Doch genau hier
erleben wir viel Notvolles. Nirgends liegen große
Erwartungen und herbe Enttäuschungen näher
beieinander als in den zwischenmenschlichen
Beziehungen. Wir sehnen uns nach Nähe, wünschen uns,
angenommen und geliebt zu werden, und leben doch in
einer ständigen Angst, zurückgewiesen und abgelehnt
zu werden. Unsere größten Ängste betreffen daher
genau diese Beziehungen.
Woher kommt das?
Warum fällt uns das, was wir am meisten ersehnen, so
schwer? Warum brechen oft selbst Liebesbeziehungen
auseinander und enden nicht selten mit Hass,
Bitterkeit und großen Verletzungen?
Die Bibel gibt eine erstaunliche Antwort und weist
darauf hin, dass alle menschlichen Beziehungskrisen
letztlich nur das Resultat unseres gestörten
Verhältnisses zu Gott sind. Die eigentliche
Krise ist unsere fehlende Beziehung zu Gott,
d.h. zu dem, der uns als ein Gegenüber zu sich
selbst gemacht hat.
Doch dort, wo unsere
Beziehung zu Gott wieder in Ordnung kommt, können
auch die Beziehungen untereinander genesen. Wer
beginnt, Gott zu vertrauen, d.h. ihm zu glauben und
sich ihm anzuvertrauen, erfährt seine ganze Liebe
und Zuneigung, die sich in seiner Vergebung und
bedingungslosen Annahme äußert, unabhängig von
unseren Fehlern, Versagen und negativen
Eigenschaften.
Die Begegnung mit Ihm
verändert alles. Wer sich so von Gott angenommen und
geliebt weiß, verliert die Angst vor Zurückweisung
und Ablehnung und kann nun selbst vergeben, lieben
und annehmen.
Die wertvollste
Beziehung und Grundlage für ein glückliches Leben
ist eine lebendige Beziehung zu Gott. Wer mit IHM
versöhnt ist, kann auch selbst versöhnt leben.