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Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

In dem Gebet, das Jesus seine Jünger lehrte, betont er ausdrücklich die Bitte an Gott um das tägliche Brot, d.h. um die tägliche Versorgung mit allem, was wir zum Leben brauchen.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, warum Jesus das ausgerechnet so formulierte? Er hätte doch auch sagen können: "Unsere Wochenration, unseren Monatslohn oder unser Jahreseinkommen gib uns heute."

Wäre das nicht viel praktischer und zeitsparender gewesen? Aber Jesus dachte und sah tiefer. Er wusste genau, was wir brauchen und worauf es ankommt. Ihm ging es nicht einfach nur darum, dass wir empfangen, was wir zum täglichen Leben brauchen, sondern vor allem darum, dass wir den kennen lernen und mit dem Umgang haben, der uns das Leben und alles gibt.

Wir empfangen täglich aus seiner Hand. Jede Mahlzeit, jedes Stück Brot, jeder Schluck Wasser, jeder Sonnenstrahl, jeder Atemzug, den wir machen, ist ein Geschenk, das von IHM kommt.

Doch alle diese guten Gaben sind gleichzeitig auch ein ausgestreckter Zeigefinger auf den hin, von dem wir dies alles empfangen. Denn hinter jeder Gabe steht ein Geber. Die Gaben aber sollen uns dazu führen, nach dem Geber zu fragen, um ihn selbst kennen zu lernen.
Natürlich, wir brauchen unser tägliches Brot, aber noch viel mehr brauchen wir den, der uns damit versorgt. Wer nur die Gaben sucht, aber nicht den Geber, wird feststellen, dass er zwar den Bauch füllen kann, aber sein Herz bleibt leer und unbefriedigt.

Jesus sagte: "Auch wenn jemand Überfluss hat, besteht doch sein Leben nicht durch seine Habe" (Lukas 12, 15).

Das Brot ist für den Bauch, doch für die Sehnsucht des menschlichen Herzens braucht es mehr als nur die Befriedigung der leiblichen Bedürfnisse.

Gott hat jedoch auch hierfür Vorsorge getroffen, denn nichts weniger als er selbst kann den Hunger und Durst unseres Herzens stillen. Deshalb ist er nicht nur der Geber jeder guten Gabe (Jakobus 1. 16), sondern in seinem Sohn Jesus Christus kam er zu uns, um sich selbst zu geben.

Johannes schreibt dazu: "Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Wer den Sohn hat, der hat das Leben" (Joh. 3, 16 u. 1. Joh. 5, 12).

Haben Sie IHN schon kennen gelernt?