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Physiker: Größe des Universums
lässt Größe Gottes erfahren

"Je mehr wir von der Natur entdecken, desto größer wird Gott."

Diese Ansicht vertritt Dr. Thomas Schimmel, Professor am Institut für Angewandte Physik der Universität Karlsruhe und Leiter einer Arbeitsgruppe im Institut für Nanotechnologie des Forschungszentrums Karlsruhe.

Nach seinen Worten sind die bis ins kleinste Detail abgestimmten Gesetzmäßigkeiten in der Natur ein Hinweis auf das Wirken eines Schöpfers. Der britische Physiker Paul Davies habe diese Feinabstimmung mit der Präzision eines Scharfschützen verglichen, der ein Ziel mit einem Zentimeter Durchmesser am anderen Ende des beobachtbaren Universums treffe. Schimmel zufolge kann die Wissenschaft die Naturgesetze lediglich verstehen, aber nicht sagen, woher die Spielregeln kommen. Zwar lasse die Größe des Universums die Größe des Schöpfers erahnen, man könne Gott aber nicht mit naturwissenschaftlichen Methoden beweisen. Deshalb dränge sich die Frage auf, wie der Mensch mit seinen begrenzten Erkenntnissen in einem riesigen Universum Gott finden könne.

Die Botschaft der Bibel laute: "Nicht wir müssen Gott finden, Gott findet uns." Er habe sich dem Menschen in Jesus Christus zu erkennen gegeben: "Der große Gott kommt in meine kleine Welt." Im Blick auf das Verhältnis von Wissenschaft und Glaube zitierte Schimmel einen "Vater der modernen Physik", Max Planck (1858-1947): "Wissenschaft und Glaube sind keine Gegensätze, sondern sie ergänzen und bedingen einander."

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07.06.2010