Straßenkirche ist keine Kirche im üblichen Sinn. Sie
hat kein eigenes Gebäude und auch keinen besonderen
Versammlungssaal. Man trifft sie in Fußgängerzonen
und auf Marktplätzen. Besondere Themenabende finden
in öffentlichen Gebäuden, Gasthäusern oder manchmal
zum Beispiel auch in einer Buchhandlung oder Galerie
statt.
Obwohl auch hier die Grundfragen des Lebens
und der Glaube an Gott die zentralen Themen sind,
bietet die Straßenkirche keine herkömmlichen
Gottesdienste. Statt dessen trifft man sich in
zwangloser Runde mit anderen, die sich ebenfalls
über ihre Erfahrungen, ihre Fragen, aber auch über
ihre Zweifel austauschen wollen.
Der Themenabend
Zu den Themenabenden der Straßenkirche gehören
Erlebnisberichte, Kurzreferate, gemeinsames Gespräch
oder Diskussion ebenso dazu wie Essen und Trinken –
und wer will, auch mit einem gepflegten Bier oder
einem Glas Wein.
Die
Straßenkirche möchte dazu beitragen, wieder einen
Zugang zum Glauben an Gott zu finden oder auch
andere kennen zu lernen, die ebenfalls von den
Fragen bewegt sind, die in unserer Gesellschaft
heute oft verdrängt werden oder häufig sogar eine
Art Tabu darstellen.
Das Wesentliche
Deshalb – wenn wir über Glauben sprechen, geht es
uns nicht um Mitgliedschaft in einer Kirche oder um
die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Konfession,
sondern in erster Linie um die Beziehung zu Gott
selbst.
Von daher verstehen wir uns auch nicht als
Konkurrenz zu den im Oberland ansässigen
traditionellen Kirchen, sondern sehen unseren
Auftrag darin, gerade denen entgegenzukommen, die
mit Kirche im herkömmlichen Sinn – aus welchen
Gründen auch immer – nichts oder nichts mehr am Hut
haben.
Die Inhalte
Viele, die heute den religiösen Institutionen
bewusst fern bleiben, tragen aber dennoch eine
Sehnsucht nach Gott in sich und werden von denselben
Fragen bewegt, die in jedem Menschen auf eine
Antwort drängen. Deshalb gehen wir auf die Straße
oder bieten Themenabende an, wo es um die Inhalte
geht, die uns alle betreffen und die auch dann noch
von Bedeutung sind, wenn alles andere sich als nicht
mehr tragfähig erweist.
Jeder Interessierte, unabhängig von Kirche,
Konfession oder Herkunft, ist herzlich eingeladen und
willkommen.