Brothaus-Ticker

Liebe Gemeinde, liebe Freunde,

wir haben kurzfristig diese Seite eingerichtet, um Euch auf dem Laufenden zu halten.

Hier geben wir in unregelmäßigen Abständen Infos zum Stand unserer Planungen bzgl.
der Gottesdienste etc. bekannt. Deshalb bitten wir Euch,
immer wieder mal auf diese Seite zu schauen.

Tony und das Brothaus-Team


 

Liebe Geschwister,

die Wochen fliegen nur so dahin, und immer noch beschäftigt uns das eine große Thema, das nach wie vor weltweit täglich die Medien füllt. Dabei gehen die Meinungen über die gegenwärtige Pandemie und die dazu verordneten Maßnahmen zum Teil weit auseinander. In gewisser Weise spaltet Corona unsere Gesellschaft, und der Riss geht auch mitten durch Kirchen und Gemeinden. Selbst innerhalb der Familien finden sich manchmal zwei oder mehr Lager gegensätzlicher und unvereinbarer Anschauungen mit hohem Konfliktpotential.

 

Unterschiedliche Sichtweisen …

Niemand ist hier nur Zuschauer, sondern wir alle sind betroffen. Die Fragen, die sich uns dabei stellen, gehen an die Substanz und sind daher auch von existenzieller Natur und nicht nur Grundlage einer theoretischen Diskussion. Dass auch Christen bei alledem durchaus eine unterschiedliche Sicht haben können, liegt in der Natur der Sache und ist wenig verwunderlich, zumal die schwerwiegenden Veränderungen, denen wir plötzlich ausgesetzt sind und die daraus resultierenden Konsequenzen so bedrohlich und immer noch unüberschaubar sind.

Doch welche Position der Einzelne auch einnimmt, die durch die Krise ausgelösten Sorgen und Ängste, die Suche nach Erklärungen und Lösungen, sowie die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Notstandes bewegen uns alle.

Als Gläubige sind wir während unseres Erdenlebens „Fremdlinge auf der Durchreise“, wie es die Bibel beschreibt. Dennoch sind auch wir, wie alle anderen, von den Gegebenheiten und gesellschaftspolitischen Wirkungsweisen unserer Zeit betroffen. Deshalb müssen wir uns auch damit auseinandersetzen. Doch gleichzeitig werden wir aufgefordert und ermahnt, dabei nicht auseinanderzudriften, und bei alledem nicht den Blick auf den zu verlieren, der uns erlöst hat.

So dramatisch die innerweltlichen Konflikte und Probleme auch sein mögen, sie bleiben dennoch ein Ausdruck der gefallenen Schöpfung, die auf den Tag der Erlösung harrt, wie es der Apostel Paulus im Römerbrief sagt.

Römer 8,20-22 Denn die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen – nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat – auf Hoffnung hin, dass auch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit freigemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt.

All das, was uns und der ganzen Welt im Moment widerfährt, soll uns auch daran erinnern.

 

… und doch eine gemeinsame Blickrichtung

Bei allem aufrichtigen Bemühen um richtige Antworten, müssen wir von daher nicht auch zugeben und fragen, dass wir zwar vieles vermuten und „glauben“, doch was wissen wir wirklich? Wir können versuchen, die Dinge zu interpretieren und unsere Schlüsse aus den Ereignissen zu ziehen – und dennoch bleibt vieles Spekulation in einer Vielfalt von Meinungen.

Doch welche Meinung jeder von uns auch vertritt, und wie sicher oder unsicher der Einzelne in seiner Interpretation der jetzigen Krise auch ist: Als Geschwister, die dem einen Herrn folgen, der auch Herr der Geschichte ist, achten und wertschätzen wir einander auch dann, wenn wir in unserer „Kurzsichtigkeit“ eine unterschiedliche Wahrnehmung haben. Unsere Einheit liegt ja nicht in einer Gleichschaltung des Denkens, sondern im gemeinsamen Glauben an Jesus Christus und im Hinschauen auf IHN, den Anfänger und Vollender des Glaubens.

 

Werden wir an IHM bleiben?

Nun, die Zeit wird es erweisen, was uns wirklich wichtig ist. Lassen wir uns nicht von Corona und all seinen Nebenwirkungen, ob wirklichen oder nur befürchteten, abhalten, Jesus zu ehren und IHM nahe zu kommen. Abstand halten mag vorübergehend bei Menschen gelten, in unserer Beziehung zu Gott gilt jedenfalls das Gegenteil. Und das bewirkt auch, dass wir trotz Verschiedenheit, versöhnt und vereint, gemeinsam unserem Herrn nachfolgen können.

Ich wünsche Euch allen einen gesegneten Sonntag.

Seid sehr herzlich gegrüßt,
und bleibt fröhlich und zuversichtlich in dem, der Euch und uns alle trägt.

In IHM verbunden,
Pastor Tony

Rosenheim, 06. Juni 2020


Wer zum Gottesdienst kommen möchte,
bitte denkt daran: Beginn ist bis auf Weiteres 10:30 Uhr.

Ab Sonntag, den 14. Juni werden wir parallel zum Gottesdienst
auch für unsere Teenager wieder eine gemeinsame Zeit anbieten.
Allerdings auch unter den gebotenen Schutzvorkehrungen.

Weitere Infos dazu gibt es bei Hans & Desiree.


Links:
→ 04.07.2020 – PDF: Brothaus Info 15: Liebe Gott und höre niemals auf damit
→ 27.06.2020 – PDF: Brothaus Info 14: Nicht die äußere Form zählt
→ 20.06.2020 – PDF: Brothaus Info 13: Zeitenwende (und neue Infos zum Gottesdienst)
→ 13.06.2020 – PDF: Brothaus Info 12: Niemand ist wie unser Gott
→ 06.06.2020 – PDF: Brothaus Info 11: Meinungsvielfalt und die Einheit des Glaubens
→ 26.05.2020 – PDF: Brothaus Info 10: Infos zu Hauskreis- und Gruppentreffen
→ 06.05.2020 – PDF: Brothaus Info 09: Alles zum Gottesdienst
→ 12.04.2020 – PDF: Brothaus Info 08: Ostergruß
→ 10.04.2020 – PDF: Brothaus Info 07
→ 05.04.2020 – PDF: Brothaus Info 06
→ 31.03.2020 – PDF: Brothaus Info 05
→ 27.03.2020 – PDF: Brothaus Info 04
→ 23.03.2020 – PDF: Brothaus Info 03
→ 20.03.2020 – PDF: Brothaus Info 02
→ 13.03.2020 – PDF: Brothaus Info 01